6. Lauf Tamiya-Cup 2008 / 2. Lauf Tamiya-Cup 2009 in Islikon 29./30. November 2008

Bewertung:  / 8
SchwachSuper 

Nun kam der HVBRS in Islikon doch noch zu seinem Tamiya-Cup Rennen, da das geplante Rennen in Bulle an der Modellbauaustellung zu den gestellten Bedingungen nicht durchgeführt werden konnte. Zur Freude vieler Fahrer fand nun das letzte Rennen der Saison 2008 auch auf einer permanenten Piste statt.

Samstag 29. November

Nach der langen Autofahrt in Islikon vor der Halle angekommen, mussten wir (Andy, Mario und Dominique) erfahren, dass die Verantwortlichen erst um 10.00 Uhr öffnen und die Piste sich zudem im 3. Stock befindet. Zum Glück hatten wir uns entschlossen, nicht früher aufzubrechen, sonst wären wir zum warten verdonnert gewesen. Nach dem mühseligen Materialtransport ins Dachgeschoss gönnten wir uns erstmal eine Pause und studierten das Layout der Piste. Sie war sehr eng und hatte viele Lastwechselkurven.
Wir bereiteten unsere Boliden für eine erste Ausfahrt vor. Nach dem ersten gefahrenen Akku stellte sich Ernüchterung ein, das Chassis konnte ohne geschmierte Hinterreifen keinen Griff auf diesem Teppich aufbauen, zudem rätselten wir über die hohe Anzahl Fusseln auf der Reifenoberfläche und im Chassis. Nun ging es daran, irgendwie mehr Griff auf die Hinterachse zu bekommen. Es wurde vieles ausprobiert. Die finale Version des Setups findet ihr auf dem Blatt von Patrik.
Nun wurde der erste Vorlauf ausgetragen. Patrik startete in der Gruppe 1 der Top-Stock-Klasse. Unglaublich schnelle Rundenzeiten konnte er gleich von Beginn weg fahren und beendete als Schnellster den ersten Vorlauf. Mario startete in Gruppe 2 und hatte leider wie wir alle mit der nervösen Hinterachse zu kämpfen. Er belegte den siebten Zwischenrang in der Top 10-Liste. Im Superstock gingen Dominique und ich an den Start. Florian konnte erst am Sonntag mitfahren. Somit bot sich für Dominique der Nachteil von Basel mit einem Vorlauf weniger wieder gegenüber Florian wieder auszugleichen. Wir beendeten den Vorlauf nach den Startplätzen.
Am Abend diskutierten wir über die weitere Teilnahme im Tamiya-Cup im Jahre 2009. Roland Greder und Andy Reist waren natürlich sehr enttäuscht über unseren Entscheid und wollten uns nicht so einfach ziehen lassen. Wir sollen doch noch bis zum Sonntagabend mit unserem Entscheid warten, da gäbe es noch einige News betreffend 2009.
Nun wurde es allmählich Zeit ins Hotel aufzubrechen und eine feine Pizzeria ausfindig zu machen. Mit viel Spass und mobilen Internetspielereien liessen wir den Tag ausklingen.


Sonntag 30. November

In der immer noch kalten Halle angekommen, ging es wieder darum, schnellstmöglich das Equipment einsatzfähig zu machen, damit alle zu ihrem zweiten Vorlauf bereit sind. Nach der Fahrerbesprechung startete Patrik wiederum sehr gut und konnte gleich die schnellste Rundenzeit für sich gutschreiben lassen. Jedoch wurde er durch einen kleinen Fahrfehler doch noch von Marcel Knutti auf den zweiten Platz verdrängt. Im letzten Vorlauf wurde es nochmals sehr eng und Marcel Knutti konnte nur wegen der schnelleren Endzeit das TQ für sich entscheiden. Mario belegte in seiner Gruppe die Plätze vier und fünf und schlüpfte somit knapp vor Patrick Barrit ins A-Final.
In der Kategorie Superstock kam mit nur drei Fahrern keine grosse Spannung auf, wir beendeten alle Vorläufe gemäss den Startnummern.
Im ersten Finallauf der Kategorie Top-Stock hatte Patrik Pech in der letzten Runde und rutschte noch auf Platz 3 ab. Mario beendete ihn auf Platz 9. In den Finalläufen 2 und 3 ging es nur noch darum; wer schlägt Marcel Knutti? Darauf hatte niemand eine Antwort und er konnte somit einen Start-Zielsieg feiern. Dahinter wurde eng um den zweiten Podestplatz gefightet. Mit einem Punkt Vorsprung erreichte dies Patrik! Mario wurde Zehnter und hatte somit bereits ein zweites A-Finale beendet.
Im Superstock wurde das Handling meines Chassis immer schwieriger und musste im letzten Finallauf Dominique ziehen lassen, der ein viel neutraleres Fahrverhalten an den Tag legte. Ich gönne ihm natürlich diesen Laufsieg, da er nun mit drei konstanten Finalläufen den zweiten Schlussrang belegte. Florian musste leider im letzten Finallauf einen technischen Ausfall bekunden und schied aus.
Nach dem Aufräumen und abgeben der Motoren musste ich leider einen Diebstahl feststellen. Der von mir bereitgelegte Kreuzschraubenzieher und 1.5mm Inbus wurde entwendet! Schade, dass sich hier immer noch Leute illegal bereichern müssen.
Leider tröstete da die Siegerehrung mit Pokalen und Sachpreisen wenig darüber. Nun kündigte Andy Reist noch einige News für 2009 an. Die tollste war die Ankündigung der Formel-Klasse, da Tamiya bekanntlich die Bausätze wieder aufgelegt hatte.
Ob dies eine mögliche Option für unser Team darstellt, stellt sich bei der Veröffentlichung des Reglements ein.
Wir möchten uns beim HVBRS für die bereitgestellte kalte Infrastruktur und die gute Verpflegung in der Halle bedanken. Vielleicht zählt die Halle auch im 2009 zum Tamiya-Cup Kalender. Wir würden uns jedenfalls freuen.

Bericht: Andy Vögtli

 

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